Ohne sie – obwohl selbst nicht mehr die Allerjüngsten – sähe die Paul-Gerhardt-Gemeinde längst alt aus. Vier rüstige und sachkundige „Jungsenioren“, allesamt Mitglieder unserer Gemeinde, handwerklich talentiert und gebildet, sorgen seit nunmehr fünf Jahren dafür, dass nichts klemmt, quietscht, abblättert oder unansehnlich aussieht in unseren Gemeinderäumen. Geboren aus der Idee der damaligen Küsterin, bei körperlich schwerer Arbeit punktuell zu helfen, ist rasch eine fleißige Handwerkertruppe geworden, die über den ursprünglichen Auftrag hinaus auch umfangreiche Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten übernommen hat. Diese waren auch dringend nötig, hatten doch die Planungsunsicherheiten für den Bestand unserer Gemeinde einen erheblichen „Instandhaltungsstau“ auflaufen lassen. Nachdem aus dem anfänglichen Duo, bestehend aus Lothar Raabe und Walter Elshoff, rasch ein Quartett entstanden war – ergänzt um Friedrich-Wilhelm Brüggemann und Siegfried Müller - haben die bald als „Heinzelmännchen“ benannten ehrenamtlichen Gemeindemitglieder (die alle auch Mitglied des Männerkreises sind) systematisch damit begonnen, das vernachlässigte Gemeindehaus und seine ausgedehnten Außenanlagen wieder „auf Vordermann“ zu bringen. Zu den Glanzlichtern der Aktivitäten gehört die Renovierung und der teilweise Umbau der Gemeindehausräume für die Schule des evangelischen Bildungswerkes; übrigens im Zeitraffertempo, denn der Termin für den Unterrichtsbeginn stand fest. Mit viel Arbeit verbunden war auch die Herrichtung der ehemaligen Küsterwohnung für Gemeindezwecke und die aufwändigen Renovierungen zunächst des kleinen, später des großen Gemeindesaales. Bei letzterem wurde eigens eine neue Zugangstreppe für die Bühne aus dem Eichenholz früherer Kirchenbänke (aus St. Petri) gebaut (!). Im Anschluss wurde zügig das frei gezogene Pfarrhaus renoviert, dass nun ebenfalls für Gemeindeveranstaltungen genutzt werden kann. Solche Großaktionen lassen sich nicht allein an den als Jour fixe angesetzten Arbeitsstunden eines jeden Dienstag erledigen. Vielmehr muss bei „Großaufträgen“ über mehrere Tage in Folge geschafft werden.

Für einzelne Schwerpunktaktionen können „unsere Handwerker“ übrigens kurzfristig Unterstützung gebrauchen. Lothar Raabe nimmt Anmeldungen gern entgegen. Sollten Sie zufällig pensionierter Handwerker oder passionierter Heimwerker sein, freut sich die Gruppe auch über Verstärkung.

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Wie die Heinzelmännchen zu ihrem Namen kamen

Wie war zu Köln es doch vordem
Mit Heinzelmännchen so bequem! 
Denn, war man faul: … man legte sich 
Hin auf die Bank und pflegte sich: 
Da kamen bei Nacht,
Ehe man's gedacht,
Die Männlein und schwärmten
Und klappten und lärmten
Und rupften und zupften
Und hüpften und trabten
Und putzten und schabten ...
Und eh ein Faulpelz noch erwacht, ...
War all sein Tagewerk ...
bereits gemacht!

In Paul-Gerhardt müssen wir nicht nostalgisch schöner Zeiten gedenken. Die Gruppe der Heinzelmännchen bestand noch nicht lange, als ich anfragte, ob sie vielleicht ein paar Bretter in einem Schrank anbringen würden, damit wir ihn besser nutzen könnten. 
Ich war völlig perplex, als ich schon am nächsten Tag beim Blick in den Schrank feststellte: „Die Bretter sind schon da“ und als ich dem Kirchmeister ganz begeistert erzählte: „Bei mir waren heute Nacht die Heinzelmännchen“, hatten die Herren ihren Namen weg.
Sie tragen es mir nicht nach und arbeiten nach wie vor engagiert und zuverlässig an vielen Stellen von Gemeindehaus, Kirche und Pfarrhaus, wie all die frisch gestrichenen Wände bezeugen können.
Vom Erbsen im Hause verteilen bitten wir dringend Abstand zu nehmen, wer die Heinzelmännchen sehen oder sprechen möchte, kann dies jeden Dienstag ab 10 Uhr tun, irgendwo auf dem Gelände sind sie bestimmt gerade fleißig.


Natascha Luther, Jugendreferentin

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